bonedo.de Podcast 08.12.2010 Der Graf von Unheilig über den Sprung in den Mainstream.

08.12.10, 13:27:37 by bonedo

Der plötzliche Erfolg oder 10 Jahre harte Arbeit? Der Graf von Unheilig über den Sprung in den Mainstream.

Kann ein Künstler nach über 700.000 verkauften Alben noch authentisch sein? Das Aushängeschild der Schwarzen Szene, Der Graf von der Band
Unheilig spaltet zur Zeit die Lager wie kein anderer Musiker. Die einen werfen ihm Kommerz und Ausverkauf vor, die anderen sehen seinen
Erfolg als Lohn für über 10 Jahre harte Arbeit. In unserem heutigen Podcast spricht Der Graf über seinen langen Weg bis zur Spitze der
Charts und was ihn antreibt, weiterhin alles auf eine Karte zu setzen.

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  1. Willibald sagt:

    Aushängeschild der Schwarzen Szene? Wahrheitsgehalt und so? Das wirkt immer so, als sei er vor fünf bis zehn Jahren noch von allen Seiten verehrt und geliebt worden. Dem ist aber nicht so. In der traditionellen Gothic-Szene war er nie beliebt. Dort hatte er nicht einmal ansatzweise die Bedeutung, die er sich gerne selbst beimisst.

    Zwischen dem, als was sich der "Graf" darstellt und dem, was er tatsächlich ist, liegen nun einmal Welten. Der Mann hat einfach eine stark verzerrte Wahrnehmung bezüglich Gothic. Seine Versuche, die Entwicklung der Szene zu erläutern, wirken wie "hier und da mal aufgeschnappt". Mutmaßungen und Erklärungsversuche, die denen Pubertierender in nichts nachstehen.

    Zudem frage ich mich, wieviel musikalisches Verständnis dem "Grafen" fehlen muss, wenn er die Unterschiede zwischen The Cure, Sisters of Mercy und seiner eigenen Schunkelmusik nicht erkennt. Goths hören Gothic, nicht Schlager/Deutschrock. Unheilig spielte nie Gothic. Dieses Musikprojekt war vor einer Dekade schon als einer der vielen Rammstein-Klone verschrien.

    So sieht die Realität aus.

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